Instrumente der Sosolyas

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Instrumente aus Uganda

Die Sosolya Undugu Dance Academy unterrichtet ihre Schützlinge nicht nur in traditionellen Tänzen, sondern auch in der Musik der Stämme. Denn zu jedem Tanz gehört natürlich auch Musik und viele Stämme haben ihre eigenen Instrumente, die immer noch traditionell von Hand angefertigt werden.

Die Adungu Familie:

Die Adungu werden traditionell von einem Stamm im Nordwesten Ugandas gespielt: den Arua. Es gibt viele verschiedene Arten von Adungu unter anderem Solo, Middle, Tenor und Bass. Die Adungu unterscheiden sich durch die Art des spielens, die Größe und ihre Stimmung. Alle Adungu haben einen Klangkörper, der meistens von Antilopenfell umhüllt wird und einen Stab zwischen jenen die 7-13 Saiten befestigt sind.

Die Soloadungu ist das Adungu mit der höchsten Stimmung und wird als Soloinstrument genutzt. Sie hat 10 Saiten und auf der Soloadungu wird meist frei improvisiert. Die Adungu werden nach den unstimmbaren Xylophonen gestimmt. Hier ein beispiel zur Stimmung der Soloadungu in D-Dur: 

Die Middle und die Tonoradungu begleiten die Stücke durch Akkorde und kleineren Melodien. Die Akkordfolgen der Stücke variieren durch die eingeschrängkten Töne kaum. Die Abwechslung der Stücke kommen durch die verschiedenen Zupfwaisen, die Instrumentation und Improvisationen. Middle und Tonoradungu werden gleich gestimmt unterscheiden sich jedoch durch die Saitenanzahl und Spielweise.

Die Bassadungu hat 7 oder 8 Saiten. Zum Spielen der Bass Adungu benutzt man entweder einen sehr kleinen Hocker oder man kniet sich hin. Im Gegensatz zu den kleineren Adungu kann die Tonhöhe der einzelnen Saiten durch verkürzen der Saiten mitteln Daumen und Zeigefinger verkürzt werden.

Trommeln:

Die meist gespielten Trommeln im Centre sind die Omujjaguzo, die Obujjongo (Namunjoloba), die long drum, und eine Gruppe aus 3 Instrumenten: Empunyi, Entabuzi und Embuutu.

Die Omujjaguzo werden traditionell für den Kabaka, den König von Buganda gespielt und sind die größten Trommeln aus diesen Königreich. Diese Trommeln werden mit Stöcken gespielt und meist von mehreren Spielern gleichzeitig. Auf Hochzeiten werden die Omujjaguzo gespielt, um wichtige Gäste zu begrüßen. Diese Trommeln dürfen bei keinem Auftritt fehlen.

Die Obujjongo sind zwei Trommeln mit unterschiedlicher Stimmung. In Kombination dieser Trommeln eignen sie sich dafür durch diese Trommeln zu sprechen: „Ensukuzaffe biri, Zezatuwonya enkolo leka nesuulike ondabe“. Die Trommeln erzählen dabei die Geschichte….

Während die Omujjaguzo und die Obujjongo mit Stöcken gespielt werden, wird die long Drum mit den Händen gespielt. Das Fell der long drum wird aus Komodowaran- oder Pythonhaut hergestellt. Die long drum hat drei verschiedene Klänge: Den Bassklang, wobei die ganze Handfläche auf die Trommel geschlagen wird, die Ghostnotes, wo nur der Zeigefinger den Rand der Trommel berührt, und den lautesten Klang, bei dem die Fingerkuppen und die Handkante auf die Trommel geschlagen werden und gleichzeitig die Trommel abdämpfen. Der Name der Trommel heißt übersetzt „Lachen von hinten“, da beim Spielen die Trommel zwischen die Beine des Spielers geklemmt wird und so die Klänge „von hinten“ kommen. Der lauteste Klang klingt dabei wie ein Lachen.

Die Empunyi, die tiefste, Entabuzi, die mittlere, und Embuutu, die höchste der drei Trommeln, zu spielen ist eine Kunst aus Buganda. Man kann die Trommeln auf viele verschiedene Arten spielen und sie enthalten eine große Klangvielfalt.

Die Ntenga Trommeln aus Buganda, sind relativ kleine Trommeln, die mit vielen anderen Ntenga Trommeln zusammen von mehreren Spielern gleichzeitig gespielt werden. Die einzelnen Ntenga sind wie ein Amadinda gestimmt. Die gespielten Lieder handeln meistens von antiken Ereignissen rund um die Kabaka, den König von Buganda, und anderen Menschen aus dem Palast.

Andere Instrumente:

Das ugandische Xylophon unterscheidet sich nicht nur optisch von den Xylophonen, die wir kennen. Das Amadinda wird per Hand mit einem Messer einmalig gestimmt und dient als Stimmvorlage für alle anderen Instrumente. Außerdem ist es nicht chromatisch, sondern pentatonisch. Kurze Amadinda werden von bis zu 3 Spielern, spezielle Amadinda werden jedoch auch von bis zu 12 Spieler gleichzeitig gespielt. Auf dem Amadinda werden mittels zwei Stöcken meist Melodien mit der rechten Hand gespielt und mit der linken Hand begleitet.

Für einige Tänze werden spezielle Instrumente benötigt wie zum Beispiel die Agwata, die aus Kürbissen hergestellt werden. Sie dienen als Rhythmusinstrument und als Requisite, manchmal sogar als Stuhlersatz.

Wichtig sind außerdem die Rasseln. Es gibt Rasseln, die durch Handbewegungen gespielt werden und solche, die am Bein gefestigt werden. Beide sind eine wichtige Ergänzung zum Tanz.

Die Agwara sind Blasinstrumente der Langi. Jede Agwara spielt nur einen einzigen Ton, weswegen die Langi traditionell durchaus 12 Spieler für ein Stück beanspruchen.

Enanga heißt übersetzt Klavier. Das Enanga ist ein antikes Instrument aus Bukanda. Man benutzte es um dem König zu sagen, was im Palast geschieht und was geschehen würde. Es wurde einzig und alleine für den Kabaka, dem König von Buganda gespielt. Der „Erzähler“ bzw. Spieler des Enanga wird Omulanga genannt.

Die afrikanische Violine, auch Spießröhrengeige oder Dingiding genannt, besteht aus einem aufgespannten Seil, das mit einem kleinen Bogen aus Kuhhaar zum Schwingen gebracht wird. Auch dieses Instrument wird pentatonisch gespielt und nach dem Amadinda gestimmt. Durch Auflegen der Finger auf das gespannte Seil kann die Tonhöhe variiert werden und dadurch Melodien gespielt werden.